Denke jeder hier wird schon davon gehört haben, aber aus aktuellem Anlass zum heutigen Bericht auf N24, hier nochmal die Story:
Vor nicht allzu langer Zeit hielt mit dem Skateboarden eine bis dahin unbekannte und obendrein noch ganz klar westliche Jugendkultur Einzug in Kabul: derzeit entsteht in der Hauptstadt Afghanistans erste Skateschule: SKATEISTAN.
Was sich erst einmal recht trivial anhört, ist in dem seit nunmehr 20 Jahren durch verschiedene Kriege gebeutelten Land, das in eigentlich jeder Hinsicht geschwächt ist, eine kleine Sensation, denn: in SKATEISTAN sollen afghanische Jungen und Mädchen über die Rampen fahren und lernen können, ihren "Ollie" zu stehen – Geschlecht, Volkszugehörigkeit und Religion spielen hier explizit keine Rolle.
Mit ihrer Skateschule in Kabul wollen die Initiatoren kulturelle Barrieren aufbrechen, den Jugendlichen neue Perspektiven und natürlich auch Spaß und Lebensfreude bringen. Quasi durch die Hintertür vermitteln sie mit ihrem Ansatz auch kulturelles Verständnis, Selbstvertrauen und Ehrgeiz. Dabei ist die Idee, in Kabul ein Jugendprojekt ins Leben zu rufen, keinesfalls abwegig: etwa 70 % der Einwohner von Afghanistans Hauptstadt sind unter 25 Jahre alt.
So weit so gut – allerdings muss man nicht mit überdurchschnittlich viel Phantasie gesegnet sein, um sich vorzustellen, wie aufwändig ein Projekt wie SKATEISTAN in der Realisierung ist: Den Baumarkt um die Ecke – in Kabul gibt es den mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Genauso wenig ist anzunehmen, dass auch nur irgendjemand vor Ort weiß, wie man eine anständige Halfpipe bauen sollte, von dem eigentlichen Equipment ganz zu schweigen... Aber: mit einer gehörigen Portion Optimismus und etwas Nachhilfe von außen wird es sicherlich werden!
(Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/450467)
Promovideo unter:
http://origin-www.n24.de/news/newsitem_4342545.html




Kommentare
Parodie vom feinsten! Leider!
Das Ziel ist edel! Keine Frage. Leider ist die Umsetzung des Ziels in meinen Augen nicht ganz so glücklich. Für Aufmerksamkeit gibt es genauso einen Markt wie für alles andere auch. Deswegen ist es auch ganz positiv, dass Titus Dittmann sich zeigt. Eine Asotiation zu Titus zu finden, die nichts mit Skateboards zu tun hat, ist mittlerweile ein wahrscheinlich hoffnungsloses Unterfangen. Jedoch halte ich die Maßnahme die Kabuler Jugend mit Skateboards zu unterstützen für bedenklich vor dem Hintergrund, dass es in der Afghanischen Gesellschaft jeglichem westlichen Bildungsstandart fehlt. Meiner Auffassung nach ist die einzige Möglichkeit ein Volk nachhaltig voranzubringen der Weg über Bildung. Daher halte ich "Skatistan" bestenfalls für vergebene Liebesmühe.